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Vier alte Höfe aus der Region zwischen Isar und Inn wurden im Wasmeiermuseum wieder aufgebaut, dazu das Handwerkerhaus und eine Kapelle, Ställe und Gärten.

 

 


Die Natursteinmauern im Erdgeschoß des Behamhofs werden originalgetreu mit Kalkmörtel verputzt.

 


 

Brotzeit mit heimischen Produkten.

 

 

 

Jeden Mittwoch wird im Holzofen Brot gebacken. Dazu wird Bier aus der museumseigenen Brauerei serviert: das Michaelerbräu.





 

Der Eingang des Riederhofs, rekonstruiert aus der Zeit um 1730.

 


 

 


www.wasmeier.de

 

Markus Wasmeier

Bauernhof- und Wintersportmuseum Schliersee e. V.

 

Brunnbichl 5

83727 Schliersee/ Neuhaus

 

 

 

 

 

 

Öffnungszeiten

1. April bis Anfang November

 

Di - So und an Feiertagen von 9:00 bis 17:00 Uhr

(letzter Einlass ist um 16:00 Uhr).

 

Montag ist Ruhetag (außer an Feiertagen)

 

Gaststätte

»Beim Wofen«

Di - So von

09:00 bis 17:00 Uhr

 

 

 

Eintrittspreise:

Erwachsene € 7,00 (Familien- und Gruppenermäßigung

€ 6,00)

 

Kinder bis

8 Jahre frei,

bis 14 Jahre € 4,00

 

 

 

Gut erreichbar mit der BOB: Bahnhof Fischhausen-Neuhaus.

 

Unser Tipp:

Auch mit sehr kleinen Kindern ein lohnenswerter Ausflug.

 

 




 

Das bäuerliche Leben

Markus Wasmeiers Bauernhof-und Wintersportmuseum



»Die Bäuerinnen haben beim Reinigen der Melkeimer das Waschwasser in den Garten gekippt. An diesen Stellen wuchsen die Kräuter und Blumen besonders: Milch ist ein wertvoller Bodenverbesserer.« Susanne Kray, die die Bauerngärten im Wasmeier Museum in Schliersee mit angelegt hat und unterhält, zeigt eine Brotpflanze, die man gern für Vinschgauer hernimmt, die Weinraute, deren Essenz im Schlafzimmer versprüht wurde, die Monstranzbohne, Wetterkerze, die Mariendistel, den Eibisch, Feenkraut, Tabak, den Muskatellersalbei, Jakobsleiter, Herzgespann, Eisenkraut und Wermut. Es ist sieben Uhr morgens im Winkl, die Sonne tastet sich über den Morgentau auf der natur belassenen Heuwiese, erreicht den Spaltenzaun, beleuchtet den kleinen Weiher. Plötzlich liegt der Klostergarten vom Lukashof in grellem Sonnenlicht.

 

Frau Kray, von Beruf Floristin und aus Berufung Mitarbeiterin im Bauernhofmuseum, liebt diese Stunden, bevor die Besucher kommen. Sie wässert in Ruhe die Pflanzen, zupft die Feuerbohnen an den verwitterten Holzstangen zurecht, und verrät ihr Rezept für den Hollerblütensirup, den sie selbst ansetzt, und der im Gasthof Im Wofen angeboten wird. Später am Vormittag wird sie Gruppen durch die alten Höfe führen. Unter den Mitarbeitern hat sich deshalb der Begriff Hofdamen durchgesetzt, erzählt Frau Kray lachend, fünf bis sechs Frauen aus der Umgebung sind dabei. Im Dirndl vermitteln sie die Bedeutungen der Pflanzen, die Funktionen der Werkzeuge, und deren praktischen Nutzen für Menschen, die das, was sie zum Leben und zum Gesundwerden brauchten, größtenteils selbst herstellen mussten.

 

Hans Kray, Ehemann von Frau Kray und Schreiner, hat, »wie es sich gehört«, Flusssand, gemahlenen Stein und Weißkalk zu Kalkmörtel vermischt. Neben einer mit runden Flusskieseln gefüllten Schubkarre liegt ein Bild von dem alten Gebäude, das neben dem Wofen errichtet wird.

Die Natursteinmauer wird aufwändig nach altem Vorbild verputzt. »Zuschmeißen« nennt Herr Kray das, und erklärt, die Kelle in die Hüfte gestützt, wie auch er sich diese Handwerkstechnik neu aneignen muss.

Als Schreiner ist er für den Neuaufbau der Holzkonstruktionen in den Häusern zuständig, und für alle Reparaturarbeiten. Begrüßt wird er eben von Andreas Thaler, einem Spenglermeister aus Geitau, der heute die Messingarbeiten am Kapellendach neben dem Handwerkshaus fertigstellt.


Wer ein Museum zum Anfassen will, eines, indem wie in einem Familienbetrieb auf jedes noch so kleine Detail geachtet wird, ist im Bauernhof- und Wintersportmuseum am Schliersee gut aufgehoben.

Die Mitarbeiter beleben eine Szenerie, die alt ist, althergebracht sogar im wörtlichen Sinn.

Ihr handwerkliches Geschick, der Sinn dafür, bewährte Traditionen zu überliefern, in der Gestaltung und dem Nutzen von alltäglichen und besonderen Dingen, ist Teil des erfolgreichen Museumkonzeptes.

 

Und so, wie das altbayerische Dorf von seiner unmittelbaren bäuerlichen, traditionellen Umgebung geprägt ist, könnte es auch andersherum funktionieren. Wasmeier und sein Mitarbeiterteam sollen nicht nur Besucher von weiter her inspirieren, sondern auch Ortsansässige: Einheimische und Zugereiste, die neu bauen oder Gärten anlegen, Bauern und Gastwirte, die Touristen bewirten und Marketingfachleute, die herausstellen können, was diesen Teil des Oberlandes so unverwechselbar macht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





 

Markus Wasmeier mit Andreas Bauer, der die Schmiede betreut.





 

Susanne Kray aus Fischbachau ist für die Pflege der Bauerngärten zuständig.



 

Im größten Gebäude des Museums, dem »Wofen«, einem Mittelflurhof, ist die Schankwirtschaft untergebracht. Früher wurde das Hauptgebäude landwirtschaftlich genutzt und diente sogar als Gefängnis.