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Lenggrieser Hütte












So schmecken die Berge


Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte auf Alpenvereinshütten



Rund 550 Hütten werden von den Alpenvereinen in Deutschland, Österreich und Italien betrieben. 70 davon nehmen an der Kampagne "So schmecken die Berge" des Deutschen Alpenvereins teil, die sich dem Erhalt der Kulturlandschaft und der Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte auf Alpenvereinshütten verschreibt.

»Wenn das Essen gut schmecken soll, müssen auch die Zutaten
wirklich gut sein«
, sagt Hüttenwirt Ewald Kirschke von der Lenggrieser Hütte.

Am Sonntagmorgen um drei viertel sieben duftet es hier bereits nach Sauerkraut. Der Wirt der Lenggrieser Hütte, Ewald Kirschke, steht in seiner Küche und pariert sorgfältig mit einem sehr scharfen Messer Fleischstücke. Tafelspitz vom Ochsen gibt es heute, der wird in einem riesigen Topfen langsam simmern, damit er wirklich zart bleibt. »Was ich bei uns regional bekommen kann, kaufe ich alles unten«, sagt der erfahrene Wirt, »da weiß ich, wo's herkommt.«

Die Lenggrieser Hütte bezieht Fleisch von der Lenggrieser Metzgerei Weber, das Bier aus der Klosterbrauerei Reutberg, die Backwaren aus Lenggrieser Bäckereien (im Winter wird oben auf der Hütte selbst gebacken). Die Schnäpse kommen von den umliegenden Bauern mit Brennrecht und die Fruchtsäfte von der Mosterei Wenig in Schlegldorf. Die Marmelade fürs Frühstück wird aus ungespritzten Früchten selbst eingekocht, und die Bratwürste und Pfefferbeißer – darauf ist er besonders stolz – stellt der gelernte Metzgermeister und Koch selbst her.

Stammgäste der Lenggrieser Hütte wissen das sehr zu schätzen und kommen an einem sonnigen Septembertag wie diesem nicht nur, um die Aussicht zu genießen, sondern vor allem wegen der besonderen Qualität hausgemachter Speisen. Ortsunkundige erkennen das Engagement von Hüttenwirt Ewald Kirschke bei der Ankunft an der Hütte an dem ovalen Schild mit der gezeich-neten Kuh.






Die Hütten der Alpenvereine befinden sich zumeist in abgeschiedenen Hochlagen und inmitten empfindlicher Ökosysteme. Nachhaltiges Wirtschaften ist dort eine Notwendigkeit. Zum einen schont die Kampagne Ressourcen, indem sie auf kurze Wege und handwerkliche Produktions-methoden setzt. Zum anderen fördert sie lokale alpine Wirtschaftsstrukturen.
Hütten sind auf diese Strukturen angewiesen, schließlich sind sie ein Teil davon.


Was haben Sie als Hüttengast davon?

  • gesunde, hochwertige, schmackhafte Speisen und Getränke
  • regionale Produkte und Spezialitäten
  • saisonal wechselnder Speiseplan


Was sind die Ziele der Kampagne?

  • Erhaltung der bergbäuerlich geprägten alpinen Kulturlandschaft
  • Förderung der regionalen und alpinen Wirtschaft
  • schonender Umgang mit Ressourcen und Energie


Klar, dass eine Hüttenspeisekarte nicht ausschließlich heimische Produkte umfassen kann.

Aber möglichst viele. Den Alpenvereinen kommt es mit der Kampagne auf einen realistischen und praktikablen Anteil regional erzeugter Lebensmittel im Gesamtangebot an.

Die teilnehmenden Hüttenwirte haben sich verpflichtet, mindestens

  • ein Fleischgericht,
  • ein vegetarisches Gericht sowie
  • ein alkoholfreies und ein alkoholisches Getränk

aus heimischer Erzeugung in ihre Speisekarten aufzunehmen.
In der Realität wird es in vielen Hütten eine deutlich umfangreichere

So-schmecken-die-Berge-Palette geben.

 

 

Je nach Hütte und Region wird der Gast zum Beispiel

mit den folgenden Speisen verwöhnt:

  • würzigem Speck direkt aus dem Rauchfang
  • duftendem Bergbauernbrot
  • fassfrischer Butter
  • herzhaftem Bergkäse
  • leckerem Obstkuchen und Obststrudel
  • erfrischender Buttermilch
  • feinsten Bränden und Likören


Alle So-schmecken-die-Berge-Speisen werden von den Hüttenwirten vor Ort zubereitet.

Ein möglichst hoher Anteil an ökologischen Lebensmitteln ist wünschenswert.

Gerne geben die Hüttenwirte über ihre Speisen und Getränke detailliert Auskunft.


DAS ZIEL: Die Kulturlandschaft erhalten

Von Natur aus wären die Alpen bis in mittlere Lagen hinauf überwiegend bewaldet.

Über Jahrhunderte haben die Bergbauern jedoch Freiflächen für die Almwirtschaft geschaffen.

Dadurch ist ein abwechslungsreiches Landschaftsbild entstanden. Ein Landschaftsbild, das uns Menschen so vertraut ist und den besonderen Reiz der Bergwelt ausmacht.

Aber auch ein Landschaftsbild, das den Artenreichtum von Fauna und Flora fördert. Das lange gewachsene Ineinander von Kultur- und Naturlandschaften trägt wesentlich dazu bei, dass die Alpen nach wie vor der Dachgarten Europas sind, in dem Tiere und Pflanzen leben, die außerhalb der Alpen nicht mehr vorkommen.
Mit der Kampagne "So schmecken die Berge" helfen die Alpenvereine und die beteiligten Hüttenwirte mit, die wirtschaftliche Existenz von Bergbauern zu sichern und damit die Almflächen zu erhalten.



www.alpenverein.de