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Die Brotzeitzwiebeln kommen nach dem Brot in den Hausbackofen

 



Selbstgemachter Obatzda, Speck, Borretsch- und Ringelblumenblüten, Vintschgerl















BEWIRTUNG

 

Bauernschank:

Im überdachten Freisitz können Gäste alle Speisen aus dem Hofladen probieren.

Es gelten dieselben Öffnungszeiten.

 

Tenne:

Von Ostern bis Oktober kann man die Tenne für Veranstaltungen und Hochzeiten buchen. Gekocht und gebacken wird bodenständige Kost aus hochwertigen regionalen und saisonalen Zutaten.

 

 

 

 

 

 

 

 

BrotZeit & Leben
s´Hofladl am Boarhof

 

Maria und Markus Bogner Max-Obermayer-Weg 6 83707 Bad Wiessee/Holz

 

Tel.: 08022.271425

Fax: 08022.271424

 

www.brotzeit-leben.de

 

Produkte:

Holzofenbrot aus Natursauerteig,

Kuchen, Gebäck, Marmeladen, Sirup, Chutneys, Eier + Käse aus der Region, ausgewählte Handwerkskunst

 

Öffnungszeiten:

Do  14.00 - 18.00 Uhr

Fr     8.00 - 12.00 Uhr

      14.00 - 18.00 Uhr Sa    8.00 - 12.00 Uhr



»Brotzeit & Leben« Der Hofladen am Boarhof in Bad Wiessee/Holz




 

Selbst Gemachtes direkt vermarkten


Donnerstags zieht vom Backhaus der Duft von Holzofenbrot und Brotklee über den Boarhof. Ab vierzehn Uhr, bis Samstag Mittag kann man es im Hofladen beziehen und dazu, was es zu einer ursprünglichen Brotzeit noch braucht: Bauernspeck, Eier, Bergkäse, Wein und Obstler, Geräuchertes, Handgewebtes, Eingemachtes, Holzwaren, Geschirr. Markus Bogner hat den mehr als einhundert Jahre alten Hausbackofen befeuert, später die Körbe mit dem bemehlten Teig über den Hof balanciert, den seine Frau Maria schon morgens um sechs Uhr angesetzt, von Hand geknetet und in Tücher gewickelt hat. Vierzehn Natursauerteiglaibe ergibt das heute, dazu Vollkornbrote und Vintschgerl, danach kommt die riesige Emaillepfanne mit geschälten und  geschnittenen Zwiebeln zum Schmoren ins Rohr, in einer Marinade aus Senfkörnern, Öl, Essig und Honig. So wird die Resthitze genutzt.

 

»Wir backen und kochen am Liebsten nur mit Feuer,« erklärt Maria Bogner, »das entschleunigt den Kochprozess und schmeckt viel besser. Früher, bei uns auf dem Hof, wurde morgens eingeschürt und ein Braten hatte den Vormittag Zeit zu garen, ganz von selbst, das gab die köstlichsten Soßen.«

Die Dreiunddreißigjährige stammt aus einem Hof am Starnberger See. Bei sieben Geschwistern wurden dort immer große Mengen gekocht, alles selbst gemacht, gar nicht anders vorstellbar.

Gelernt hat sie Steuerfachgehilfin, dann kamen drei Kinder. Seit zwei Jahren bewirtschaftet Maria Bogner gemeinsam mit ihrem Mann den Boarhof mit seiner langen Geschichte.

Im sechzehnten Jahrhundert zwischen den Ortschaften Gmund und Bad Wiessee gebaut, ist er einer der ältesten Höfe am Tegernsee. Vor etwa dreihundert Jahren hat der Erzgießer Ferdinand von Miller den Boarhof gekauft, seither ist er in Familienbesitz. Die junge Familie Bogner entwickelt nun als Pächter aus dem Zehn-Hektar Betrieb mit Wald- und Landwirtschaft, der handwerklichen Produktion von Lebensmitteln und einer sehr persönlichen Form von Gastronomie ein eigenes Konzept vom Leben und vor allem vom Arbeiten auf dem Land.


 

Aprikosenbäume in den Voralpen

 

Achtzehn in Pension genommene junge Murnau-Werdenfelsener Rinder dösen im Schatten unter einem knorrigen Pflaumenbaum, während sich der große Schwarm bayerischer Landgänse geräuschvoll für ein Bad im Weiher entscheidet.

 

 


 

Dahinter blitzt der Tegernsee durch ein Waldstück, Grillen zirpen, und Markus Bogner erklärt, »dass es keinen Grund gibt, warum nicht auch hier, auf 900 m Höhe Aprikosen wachsen sollen.« An der geschützten Stallwand biegen sich hochgebundene Äste unter Unmengen noch nicht ganz reifer Früchte. Die, wie auch die Ernte aus dem Beerengarten, für den Hofladen verarbeitet werden.

Drei sehr wollige Walliser Schwarznasenschafe grasen unter einem Weichselbaum, es gibt Puten, Schweine sollen später dazu kommen. Bogners setzen auf die alten, genügsamen und vielseitigen Nutztierrassen. Und wenn der vierjährige Sohn Marinus sich dafür begeistert, dass die Gänse gerade auf dem Trampolin gelandet sind, ist hier niemand beunruhigt.

 

 

Gemeinsames Arbeiten


»Wir teilen uns alle Arbeit«, sagt Maria Bogner. Erfahrungen dafür haben die Bogners bereits bei der Arbeit als Senner auf der Schwarzentennalm, wo ihre Milch- und Käseprodukte bei den Wanderern gut ankamen und sich dementsprechend verkauften. Markus Bogner ist gelernter Elektriker und Landwirt, engagiert sich als Aufsichtsratvorsitzender in der »Naturkäserei Tegernseer Land e. G.«, arbeitet zusätzlich einige Wochenstunden bei einem Hersteller für Pferdefuttermittel, baut Urroggen für das hofeigene Brot an, erweitert die Scheune als Wohnraum, bewirtschaftet den gepachteten Wald und versorgt das Vieh.

Neben dem Hofladen und der Landwirtschaft richten die Bogners in der Zeit von Ostern bis Kirchweih Feste und Essen aus. Dann wird in der Tenne mit weißem Tischtuch eingedeckt, der Braten kommt im Reindl, oder es wird eine urtümliche Brotzeit in der Bauernschank gleich hinter dem Hofladen gereicht.

Bereits die Hälfte der Gäste sind Stammkunden aus der Umgebung, Touristen kommen wegen der schönen Wanderung, Ältere, um sich an früher zur erinnern, junge Familien, weil die Kinder das Tiere streicheln lieben. »Alle sollen sich,« sagt Maria Bogner entschieden, »bei uns willkommen fühlen und ein gutes Gefühl mitnehmen, das ist unser ganzes Anliegen.«




Was nicht selbst hergestellt wird, bezieht der Hofladen von regionalen, nachhaltig arbeitenden Produzenten.





Neben dem Holzofenbrot gibt es auch feine Kuchen, Gebäck, Kletzenbrot, Lebkuchen und auch Pizza, einen knusprigen  Reindlbraten, BrotZeit-Zwiebeln. Rund um den Tegernsee ist der Boarhofladen auf Märkten wie dem alljährlichen »Bauernherbst« vertreten.